Adrian Praschl-Bichler

Anna Höfling

Andreas Schretthauser

Katharina Hoffmann

Sarah Kobelhirt

Black Mirror Bandersnatch, Netflix

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David Slade, Black Mirror: Bandersnatch, 2018, Foto Credits: Netflix

Adrian Praschl-Bichler

„Du bist nur eine Puppe, warum also nicht einen Mord begehen?“

Nach fast 4 Stunden beende ich den Film Black Mirror Bandersnatch und klicke auf “Abspann”. Beinahe wäre ich noch so verrückt geworden wie der Hauptprotagonist des Films, aber ich habe mich dazu entschieden, mein Handy beiseite zu legen. Die interaktive Netflix-Produktion umfasst insgesamt etwa 5 Stunden Filmmaterial mit 12 alternativen Enden. Ein Durchgang dauert etwa eineinhalb Stunden. Ein wiederkehrendes inhaltliches Thema ist der freie Wille. Stefan, die Hauptfigur, fühlt sich im Laufe der Handlung immer stärker überwacht und kontrolliert. Ich werde zum Gott seiner Welt, kontrolliere seine Entscheidungen und kommuniziere bald auch mit ihm über seinen Computer. Stefan wird immer verrückter und ich beginne mich mit ihm zu identifizieren. Während des Schauens entwickelt sich in mir das Ziel, jenen Entscheidungspfad zu finden, der die beste Bewertung für das im Film entwickelte Spiel Bandersnatch, bei dem die Spieler*innen ebenfalls Entscheidungen treffen müssen, erzielt. Nach unzähligen Versuchen gelingt es mir, beziehungsweise ihm, die beste Version des Spieles zu generieren, jedoch brauchte es dazu einen Mord. Eine anschließende Verhaftung ließ sich auch nicht verhindern. Am Ende dieses Pfades angekommen, teilt Stefan mit:

„Der Spieler hat weiterhin die Illusion des freien Willens, aber eigentlich entscheide ich wie es ausgeht.“

Wurde ich gerade zur Puppe von Netflix, welches genau diesen Ausgang des Films für mich vorgesehen hatte? 

Anna Höfling

Wecker aus – guten Morgen! Welche Cerealien zum Frühstück essen? Welche Musik im Bus hören? Ich bin im ersten Moment überrascht, dass Stefan tatsächlich das tut, was ich ihm von meinem Sofa aus befehle. Doch das ist das zentrale Konzept des interaktiven Films Bandersnatch von David Slade. Bereits bei der dritten Wahlmöglichkeit aber scheine ich aus reiner Neugier die “falsche Entscheidung” getroffen zu haben und werde zurückgeworfen, um nun anders zu wählen. Und täglich grüßt das Murmeltier… Während Stefan, der Protagonist, bemerkt, dass sich Vorgänge wiederholen, wird ihm die fehlende Kontrolle über seine Handlungen bewusst. Doch auch wir als Zuseher*innen haben diese natürlich nicht wirklich inne – zu stark werden wir aufgrund all der Sackgassen in eine vorgegebene Richtung geschubst.

Dem Monster des Kontrollverlustes, das mittlerweile seit einem Jahr unter den Betten Vieler lauert und von da in die Alpträume kriecht, sind wir ausgeliefert: Tief fallen, so tief, bis wir vor dem Aufprall aufschrecken. Allerdings nicht nur im Traum sucht es uns heim: Stefan verliert sich 1984 in der virtuellen Welt pre-Web, während er ein Computerspiel programmiert, in dem ebenfalls binär Entscheidungen getroffen werden müssen. Wir können während eines Shutdowns, in dem ein Tag auf Dauerschleife zu laufen scheint, nahezu unser gesamtes Leben in ein Universum hinter dem Bildschirm verlegen, einen Ort, der scheinbar demokratisch aber tatsächlich höchst kapitalistisch strukturiert ist. Der Algorithmus nimmt uns an die Hand, um uns zu füttern. Parallele Realitäten eröffnen sich der Hauptfigur im virtuellen Raum, in Träumen, Erinnerungen, auf einem LSD-Trip, durch Wahnvorstellungen oder zuletzt in der Feststellung, dass ihr gesamtes Leben eine Lüge war. Aufschrecken, Wecker aus – guten Morgen!

Andreas Schretthauser

Was wäre, wenn... 

Was wäre gewesen, wenn ...

Was wäre geschehen, wenn stattdessen...

 

Diese Fragen begleiten die Zuseherin stets durch den interaktiven Film Black Mirror: Bandersnatch. Immer wieder hat sie nur wenige Sekunden Zeit, sich für den weiteren Verlauf der Geschichte mit allen ihren Konsequenzen zu entscheiden. Ist es ihr Kopf, der die Entscheidungen trifft oder nimmt ihr Bauchgefühl überhand? Was will sie sehen, wovor schreckt sie zurück? Wie wird sie auf die Ereignisse reagieren, wenn sie die Folgen ihrer Entscheidungen sieht?

Mit den ersten Kapiteln des Films lernt die Betrachterin den Protagonisten Stefan immer  besser kennen. Die Entscheidungen bekommen eine immer größere Bedeutung. Ich frage mich, welches Ziel sie für Stefan verfolgt. Zuerst fällt ihre Wahl aus der Neugierde heraus  – sie will mehr von Stefan und seiner Geschichte erfahren. Erst dann legt sie vermehrt den Fokus auf sein großes Projekt. Dabei steigt der Druck auf den Jungen immer mehr. Er fühlt sich immer stärker von außen kontrolliert. Sein Computer spricht durch die Auswahl der Zuseherin aus der Zukunft mit ihm. 

Man ist in Bandersnatch in der Lage, verschiedene Wege zu gehen, unterschiedliche Filmenden zu erleben. Man wird auch an gewisse Abzweigungen zurückgeworfen, aber dennoch scheinen bestimmte Szenarien vorprogrammiert zu sein: Richtungsentscheidungen, die irgendwann unausweichlich scheinen.

Nach 90 Minuten hat die Zuseherin ihre Version der Geschichte gesehen. Zurück bleibt eine gewisse Stille und Leere im Raum. Nach zwei Tagen fragt sie mich nachdenklich am Frühstückstisch: „Was wäre wohl passiert, wenn...“

Katharina Hoffmann

Gibt es sowas wie einen freien Willen? Nicht umsonst stellte sich schon Homer die Frage, auf welcher Basis wir Entscheidungen treffen. Aber was passiert, wenn wir die Entscheidung für jemand Anderen übernehmen? Auf dieser Idee basierend entstand der interaktive Film Bandersnatch von David Slade. Der Protagonist Stefan Butler, der im London der 1980er lebt, programmiert nach dem Science-Fiction-Roman von Jerome F. Davies ein interaktives Computerspiel. Das Ziel ist das Durchqueren eines Labyrinths, wobei  die Spieler*innen innerhalb von 10 Sekunden Entscheidungen für die Spielfigur treffen müssen, die einen erheblichen Einfluss auf die zukünftige Handlung haben. Die Kreatur Pax muss dabei vermieden werden! Immer wieder stoße ich auf Parallelen zwischen Buch, Spiel und dem eigentlichen Film. Meine Entscheidungen sind zu Beginn noch recht belanglos: Was isst Stefan zum Frühstück oder welche Kassette hört er sich an. Der Film geht weiter und spult immer wieder auf Szenen zurück, in denen ich falsche Entscheidungen getroffen habe. Die Wiederholungen triggern mich jedoch. Ich bin nicht gewillt, jemanden zugunsten der Handlung töten zu lassen. Dennoch lässt mich der Film immer wieder meine Entscheidung neu überdenken, sodass ich genauso verrückt werde wie Stefan selbst. Auf einmal treten wir in einen Dialog. Er fragt mich hilfesuchend. Ich antworte auf seine Fragen. Wir befinden uns beide in einem Labyrinth ohne Ausweg. Ob ein Happyend möglich ist, weiß ich nicht. Bei meinen Entscheidungen starb Stefan jedenfalls.

Sarah Kobelhirt

Sind deine Entscheidungen wirklich deine Entscheidungen? 

Trotz der Wahl, die der interaktive Film Black Mirror - Bandersnatch mir zu lassen scheint, bleibt das Ergebnis oft dasselbe. Von der simplen Wahl zwischen zwei Sorten Cornflakes bis hin zu der Frage, ob man einen Mord begehen soll, werde ich durch einen Film geführt, bei dem sich trotz der scheinbar unendlichen Möglichkeiten doch immer wieder ein ähnliches Ende abzeichnet. Es beginnt einfach. Die Fragen sind schnell und ohne groß nachzudenken beantwortet. Doch schon nach einigen Minuten komme ich an eine Stelle, die mich an dem Film und der angeblich freien Entscheidungsgewalt etwas zweifeln lässt. Ich möchte das Angebot eines Firmenchefs zur gemeinsamen Arbeit an dem Videospiel annehmen, doch sobald ich mich dafür entscheide, lande ich nach einigen Momenten wieder an dieser Stelle. Im Endeffekt muss ich das Angebot ablehnen, damit der  Film weitergeht. Geht es hier wirklich darum, selbst eine Wahl zu treffen? Oder geht es darum, dass egal wie man sich entscheidet, am Ende immer das Gleiche passiert?? 

Nach fast zwei Stunden, häufigen Wiederholungen von einzelnen Handlungssträngen und der Verweigerung, jemanden zu ermorden, bleibt mir gefühlt doch keine andere Wahl, als den Vater des Hauptdarstellers mit einem Aschenbecher zu erschlagen. Ich bin nicht glücklich damit, habe jedoch auch nicht mehr die Geduld, den Film so lange anzusehen, bis ich zu einem begehrenswerten Ergebnis komme. Existiert dieses überhaupt? 

Bandersnatch ist auf jeden Fall ein Film, der einige Fragen über den eigenen Willen und dessen Folgen aufwirft. Führen uns unsere Entscheidungen letztendlich doch immer zu demselben Ergebnis? Haben wir überhaupt eine Wahl, oder existiert ein übergeordnetes System, das jedem Menschen seinen Platz zuweist, ohne dass wir etwas davon mitbekommen? Und können wir aus diesem System ausbrechen? Die klare Antwort des Films auf letztere Frage: Nein! 

Adrian Praschl-Bichler

„Du bist nur eine Puppe, warum also nicht einen Mord begehen?“

Nach fast 4 Stunden beende ich den Film Black Mirror Bandersnatch und klicke auf “Abspann”. Beinahe wäre ich noch so verrückt geworden wie der Hauptprotagonist des Films, aber ich habe mich dazu entschieden, mein Handy beiseite zu legen. Die interaktive Netflix-Produktion umfasst insgesamt etwa 5 Stunden Filmmaterial mit 12 alternativen Enden. Ein Durchgang dauert etwa eineinhalb Stunden. Ein wiederkehrendes inhaltliches Thema ist der freie Wille. Stefan, die Hauptfigur, fühlt sich im Laufe der Handlung immer stärker überwacht und kontrolliert. Ich werde zum Gott seiner Welt, kontrolliere seine Entscheidungen und kommuniziere bald auch mit ihm über seinen Computer. Stefan wird immer verrückter und ich beginne mich mit ihm zu identifizieren. Während des Schauens entwickelt sich in mir das Ziel, jenen Entscheidungspfad zu finden, der die beste Bewertung für das im Film entwickelte Spiel Bandersnatch, bei dem die Spieler*innen ebenfalls Entscheidungen treffen müssen, erzielt. Nach unzähligen Versuchen gelingt es mir, beziehungsweise ihm, die beste Version des Spieles zu generieren, jedoch brauchte es dazu einen Mord. Eine anschließende Verhaftung ließ sich auch nicht verhindern. Am Ende dieses Pfades angekommen, teilt Stefan mit:

„Der Spieler hat weiterhin die Illusion des freien Willens, aber eigentlich entscheide ich wie es ausgeht.“

Wurde ich gerade zur Puppe von Netflix, welches genau diesen Ausgang des Films für mich vorgesehen hatte? 

Anna Höfling

Wecker aus – guten Morgen! Welche Cerealien zum Frühstück essen? Welche Musik im Bus hören? Ich bin im ersten Moment überrascht, dass Stefan tatsächlich das tut, was ich ihm von meinem Sofa aus befehle. Doch das ist das zentrale Konzept des interaktiven Films Bandersnatch von David Slade. Bereits bei der dritten Wahlmöglichkeit aber scheine ich aus reiner Neugier die “falsche Entscheidung” getroffen zu haben und werde zurückgeworfen, um nun anders zu wählen. Und täglich grüßt das Murmeltier… Während Stefan, der Protagonist, bemerkt, dass sich Vorgänge wiederholen, wird ihm die fehlende Kontrolle über seine Handlungen bewusst. Doch auch wir als Zuseher*innen haben diese natürlich nicht wirklich inne – zu stark werden wir aufgrund all der Sackgassen in eine vorgegebene Richtung geschubst.

Dem Monster des Kontrollverlustes, das mittlerweile seit einem Jahr unter den Betten Vieler lauert und von da in die Alpträume kriecht, sind wir ausgeliefert: Tief fallen, so tief, bis wir vor dem Aufprall aufschrecken. Allerdings nicht nur im Traum sucht es uns heim: Stefan verliert sich 1984 in der virtuellen Welt pre-Web, während er ein Computerspiel programmiert, in dem ebenfalls binär Entscheidungen getroffen werden müssen. Wir können während eines Shutdowns, in dem ein Tag auf Dauerschleife zu laufen scheint, nahezu unser gesamtes Leben in ein Universum hinter dem Bildschirm verlegen, einen Ort, der scheinbar demokratisch aber tatsächlich höchst kapitalistisch strukturiert ist. Der Algorithmus nimmt uns an die Hand, um uns zu füttern. Parallele Realitäten eröffnen sich der Hauptfigur im virtuellen Raum, in Träumen, Erinnerungen, auf einem LSD-Trip, durch Wahnvorstellungen oder zuletzt in der Feststellung, dass ihr gesamtes Leben eine Lüge war. Aufschrecken, Wecker aus – guten Morgen!

Andreas Schretthauser

Was wäre, wenn... 

Was wäre gewesen, wenn ...

Was wäre geschehen, wenn stattdessen...

 

Diese Fragen begleiten die Zuseherin stets durch den interaktiven Film Black Mirror: Bandersnatch. Immer wieder hat sie nur wenige Sekunden Zeit, sich für den weiteren Verlauf der Geschichte mit allen ihren Konsequenzen zu entscheiden. Ist es ihr Kopf, der die Entscheidungen trifft oder nimmt ihr Bauchgefühl überhand? Was will sie sehen, wovor schreckt sie zurück? Wie wird sie auf die Ereignisse reagieren, wenn sie die Folgen ihrer Entscheidungen sieht?

Mit den ersten Kapiteln des Films lernt die Betrachterin den Protagonisten Stefan immer  besser kennen. Die Entscheidungen bekommen eine immer größere Bedeutung. Ich frage mich, welches Ziel sie für Stefan verfolgt. Zuerst fällt ihre Wahl aus der Neugierde heraus  – sie will mehr von Stefan und seiner Geschichte erfahren. Erst dann legt sie vermehrt den Fokus auf sein großes Projekt. Dabei steigt der Druck auf den Jungen immer mehr. Er fühlt sich immer stärker von außen kontrolliert. Sein Computer spricht durch die Auswahl der Zuseherin aus der Zukunft mit ihm. 

Man ist in Bandersnatch in der Lage, verschiedene Wege zu gehen, unterschiedliche Filmenden zu erleben. Man wird auch an gewisse Abzweigungen zurückgeworfen, aber dennoch scheinen bestimmte Szenarien vorprogrammiert zu sein: Richtungsentscheidungen, die irgendwann unausweichlich scheinen.

Nach 90 Minuten hat die Zuseherin ihre Version der Geschichte gesehen. Zurück bleibt eine gewisse Stille und Leere im Raum. Nach zwei Tagen fragt sie mich nachdenklich am Frühstückstisch: „Was wäre wohl passiert, wenn...“

Katharina Hoffmann

Gibt es sowas wie einen freien Willen? Nicht umsonst stellte sich schon Homer die Frage, auf welcher Basis wir Entscheidungen treffen. Aber was passiert, wenn wir die Entscheidung für jemand Anderen übernehmen? Auf dieser Idee basierend entstand der interaktive Film Bandersnatch von David Slade. Der Protagonist Stefan Butler, der im London der 1980er lebt, programmiert nach dem Science-Fiction-Roman von Jerome F. Davies ein interaktives Computerspiel. Das Ziel ist das Durchqueren eines Labyrinths, wobei  die Spieler*innen innerhalb von 10 Sekunden Entscheidungen für die Spielfigur treffen müssen, die einen erheblichen Einfluss auf die zukünftige Handlung haben. Die Kreatur Pax muss dabei vermieden werden! Immer wieder stoße ich auf Parallelen zwischen Buch, Spiel und dem eigentlichen Film. Meine Entscheidungen sind zu Beginn noch recht belanglos: Was isst Stefan zum Frühstück oder welche Kassette hört er sich an. Der Film geht weiter und spult immer wieder auf Szenen zurück, in denen ich falsche Entscheidungen getroffen habe. Die Wiederholungen triggern mich jedoch. Ich bin nicht gewillt, jemanden zugunsten der Handlung töten zu lassen. Dennoch lässt mich der Film immer wieder meine Entscheidung neu überdenken, sodass ich genauso verrückt werde wie Stefan selbst. Auf einmal treten wir in einen Dialog. Er fragt mich hilfesuchend. Ich antworte auf seine Fragen. Wir befinden uns beide in einem Labyrinth ohne Ausweg. Ob ein Happyend möglich ist, weiß ich nicht. Bei meinen Entscheidungen starb Stefan jedenfalls.

Sarah Kobelhirt

Sind deine Entscheidungen wirklich deine Entscheidungen? 

Trotz der Wahl, die der interaktive Film Black Mirror - Bandersnatch mir zu lassen scheint, bleibt das Ergebnis oft dasselbe. Von der simplen Wahl zwischen zwei Sorten Cornflakes bis hin zu der Frage, ob man einen Mord begehen soll, werde ich durch einen Film geführt, bei dem sich trotz der scheinbar unendlichen Möglichkeiten doch immer wieder ein ähnliches Ende abzeichnet. Es beginnt einfach. Die Fragen sind schnell und ohne groß nachzudenken beantwortet. Doch schon nach einigen Minuten komme ich an eine Stelle, die mich an dem Film und der angeblich freien Entscheidungsgewalt etwas zweifeln lässt. Ich möchte das Angebot eines Firmenchefs zur gemeinsamen Arbeit an dem Videospiel annehmen, doch sobald ich mich dafür entscheide, lande ich nach einigen Momenten wieder an dieser Stelle. Im Endeffekt muss ich das Angebot ablehnen, damit der  Film weitergeht. Geht es hier wirklich darum, selbst eine Wahl zu treffen? Oder geht es darum, dass egal wie man sich entscheidet, am Ende immer das Gleiche passiert?? 

Nach fast zwei Stunden, häufigen Wiederholungen von einzelnen Handlungssträngen und der Verweigerung, jemanden zu ermorden, bleibt mir gefühlt doch keine andere Wahl, als den Vater des Hauptdarstellers mit einem Aschenbecher zu erschlagen. Ich bin nicht glücklich damit, habe jedoch auch nicht mehr die Geduld, den Film so lange anzusehen, bis ich zu einem begehrenswerten Ergebnis komme. Existiert dieses überhaupt? 

Bandersnatch ist auf jeden Fall ein Film, der einige Fragen über den eigenen Willen und dessen Folgen aufwirft. Führen uns unsere Entscheidungen letztendlich doch immer zu demselben Ergebnis? Haben wir überhaupt eine Wahl, oder existiert ein übergeordnetes System, das jedem Menschen seinen Platz zuweist, ohne dass wir etwas davon mitbekommen? Und können wir aus diesem System ausbrechen? Die klare Antwort des Films auf letztere Frage: Nein! 

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